|
Rufbestandskartierung des Steinkauzes in Gladbeck
Einleitung: In vielen Regionen Deutschland haben die Steinkauzpopulationen in
den letzten Jahrzehnten zum Teil erhebliche Bestandseinbussen erlitten. Hauptursache des Rückgangs ist die Veränderung der Lebensräume durch Abholzung alter Kopf-
und Obstbaumbestände oder die Umwandlung von Grün-in Ackerland. Wobei Nordrhein- Westfalen zu den wenigen Gebieten in Mitteleuropa gehört wo eine
hohe Bestandsdichte in der Besiedlung von Steinkäuzen vorhanden ist.zirca 80% des Steinkauzbestands in Deutschland lebt in unserem Bundesland. Im folgenden
soll daher durch eine Rufbestandskartierung der Steinkäuze im Stadtgebiet die Zahl der Brutpaare und die Reviere festgestellt werden. Untersuchungsgebiet:
Die naturräumliche Gliederung von Nordrhein-Westfalen ordnet das Stadtgebiet Gladbeck zu den Vestischen Höhenrücken und des Emschertales zu. Methode:
Die Rufbestandskartierung der Steinkäuze soll das ganze Stadtgebiet erfassen.Die Gesamtfläche er Stadt Gladbeck beträgt zirca 36qkm.Diese Flächen wurden in vier
Kartierungsbereiche unterteilt,die Grenzen sind willkürlich festgelegt worden.Wobei Reviere von Steinkäuzen an den Stadtgrenzen Gelsenkirchen und Bottrop in die Erhebung mit
einfließen.Bei der Untersuchung werden bevorzugt die Lebensräume aufgesucht die einen hohen Grünlandanteil oder Kopfbaumreihen aufweisen. Wenn alteObstbaumbestände vorhanden sind
werden diese natürlich mit berücksichtigt.Mit Hilfeeiner Klangattrappe ( Kassettenrecorder ) werden potenzielle Steinkauzreviere im Untersuchungsgebiet aufgesucht.In regelmäßigen Abständen
wird mit den Rufen Guhk-und Kwiau gelockt.An jeden Kontrollpunkt wird wie folgt gelockt: 30 sec Anlocken,1 min. Pause,1 min Anlocken und anschließend 2-3 Minuten warten.Erfolgt
in dieser Zeit keine Reaktion wurde der Vorgang wiederholt. Die Zahl der rufenden Männchen stimmt dabei annähernd mit der Zahl der Brutpaare überein. Die Untersuchungen fanden in dem
Zeitraum von Ende Februar bis Anfang April 1999 statt. Es wurde dieser Zeitpunkt gewählt weil die Rufaktivitäten der Männchen im Frühjahr besonders hoch sind. Die Steinkauzmännchen stecken
akustisch ihre Reviere ab und locken die Weibchen. |