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Der Waldrand

Ein Verbindungsglied zwischen Wald und der Feldflur

 

Der Waldrand bildet den Übergang vom dunklen , gleichmäßig temperierten und feuchten Waldkern zur

 lichten und windbeeinflußten offenen Feldflur mit stärkeren Temperaturschwankungen .

 Eine solche Kontaktzone zwischen zwei verschiedenen Lebensräumen bezeichnet der

Fachmann als Saumbiotop . Das heißt ; ein handförmig bis linienhaft ausgebildete

Lebensstätte für eine Vielzahl von Tier – und Pflanzenarten unserer Heimat .

Wie sieht nun ein naturnaher Waldrand in der Wirklichkeit aus ? Die Grundstruktur

stellt sich wie folgt dar : Er besteht aus dem sogenannten Waldmantel ( Strauchzone )

mit im Vordergrund liegenden Kräutersaum sowie einem Übergangsbereich zum

Waldbestand . In den Waldmantel – und Waldsaum – Gesellschaften ist mit zirka

600 Pflanzenarten ein Drittel der heimischen Flora in diesem ungewöhnlichen

Lebensraum vertreten . Der Artenreichtum dieser Waldrandstrukturen hängt nicht

nur von den menschlichen Aktivitäten ab , sondern ist auch stark beeinflußt durch

die Umweltbedingungen vor Ort . Klima und Bodenbeschaffenheit bilden wichtige

 biologische Faktoren die den Bewuchs und die Besiedlung von Pflanzen und Tieren

beeinflussen . So sind Waldmäntel auf der Sonnenseite der Wälder breiter und

artenreicher entwickelt als auf der Schattenseite . Diese Lebensraum – Strukturen

in unserer Kulturlandschaft sind nicht nur eine Lebensstätte einer artenreichen

Lebensgemeinschaft von Flora und Fauna , sie haben einige nützliche für den Menschen

durchaus positive Aspekte . Sie sind ein Schutz – und Stabilitätsfaktor für den

heimischen Wald .

Hier mehrere Gründe wieder naturnahe Waldränder herzustellen ,

denn sie mindern einige Gefahren , indem sie ;

Wind und Stürme bremsen , vor Aushagerung schützen , Rindenbrand durch Sonne verhindern ,

 eine Feuerbarriere darstellen und ein Lebensraum von tierischen Lebewesen bilden , die für

den biologischen Waldschutz unerläßlich sind .

 

Für die Erhaltung und die Neupflanzung naturnaher Waldränder sollten folgende Grundsätze gelten !

 

Waldrandstrukturen erfordern eine ausreichende Fläche um sich zu Entwickeln .

 

Genau an dieser Vorgabe scheitern die meisten Maßnahmen . Die Realität in unserer

Kulturlandschaft vor Ort ist durch verschiedene Nutzungsansprüche des Menschen

geprägt . Land – und Forstwirtschaft , Verkehr und andere Aktivitäten des Menschen

bestimmen das Handeln . So gibt es zwar Planungen des Grünflächen – Amtes der Stadt

Gladbeck ,Waldränder im Wittringer Wald neu zu entwickeln , aber bei der Durchsetzung

dieser Maßnahmen ist doch allerhand Sand im Getriebe ! Es wird leider zu viel geredet

als gehandelt .

 

Bei der Neuanlage von Waldrändern ist der natürlichen Sukzession Vorrang

vor Pflanzungsmaßnahmen einzuräumen .

 

Naturnahe Waldränder entwickeln sich von selbst , wenn man sie läßt , und das

auch noch billiger .

 

Ein wichtiger Punkt zuletzt :

Erhalten von naturnahen Waldränder geht vor gärtnerischer Gestaltung !

Michael Korn

 

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