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 Veranst- 2002
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 Hornissen

 

Hornissen (Vespa crabro)

(19-35mm)

Hornissen sind die größten staatenbildenden Insekten in unserer heimischen Tierwelt und werden noch immer von den Menschen als Horrorwesen verkannt. Immer noch geht das Gerücht um, dass drei Hornissenstiche einen Menschen- und sieben Stiche ein Pferd töten können. Hornissenstiche sind aber nicht gefährlicher als Bienen- oder Wespenstiche.Nur Menschen oder Tiere, die überempfindlich gegenüber den in Hornissengift-Sekret enthaltenen Eiweißkörpern reagieren (Allergie),können gefährdet sein. Im Grunde sind Hornissen sehr friedfertige Tiere, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Nur im engen Nestbereich etwa 4 Meter um den Nistplatz reagieren sie auf etwaige Störenfriede. Zum Beispiel bei heftigen Bewegungen, längeres verstellen der Flugbahn, plötzliche Erschütterungen am Wabenbau oder Veränderungen am Flugloch fassen die Tiere verständlicherweise als Bedrohung auf. Wer dies alles beachtet, kann das Treiben der Tiere aus nächster Nähe beobachten.Durch Lebensraumschwund und Verfolgung sind Hornissen sehr selten geworden. Nach der gültigen Bundesnaturschutzverordnung zählen sie zu den besonders geschützten Arten. Es ist Verboten, diesen Tieren nachzustellen, sie zu fangen oder zu töten. Nester dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Wer ein Hornissenvolk in seiner Nähe entdeckt, sollte nicht in Panik geraten und eine unsinnige Handlung begehen. Betroffene sollten sich fachlichen Rat bei den Naturschutzbehörden holen.

 

Lebensweise der Hornissen

Ab Anfang Mai suchen die Hornissenköniginnen, die an frostsicheren Stellen überwintert haben, geeignete Plätze für den Nestbau um ein neues Hornissenvolk zu gründen. Wegen Mangel an geeigneten Baumhöhlen bauen sie gern ihre Waben in Schuppen, Scheunen,Dachböden, Vogelnistkästen und Bienenkörbe. Die Hornissen leben vom Nektar, Obst und Baumsäften. Ihre Brut füttern sie mit frisch erbeuteten Insekten und deren Larven.Sie erfüllen damit wichtige Regulationsaufgaben im natürlichen Artengefüge. Gegen Sommerausgang erscheinen auch Männchen im Nest. Ende Oktober geht das Hornissenvolk zugrunde und nur die Königin überlebt an geeigneten Stellen den Winter.Noch eine Besonderheit der Hornissen. Die Tiere fliegen auch in den späten Abendstunden,bei günstigem Wetter auch die ganze Nacht hindurch.

Anmerkung vom NABU-Gladbeck!

 Seit ein paar Jahren sind wieder mehr Hornissenvölker in der Umgebung von Gladbeck zu beobachten.

                       Karl-Heinz Ochlast