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Hecken
Was ist eine Hecke? Nach deutschen Begriffen müssen Hecken gegen andere Flurgehölze abgegrenzt werden. Hecken bestehen
vorwiegend aus Sträuchern mit eingestreuten Bäumen, die meist nicht ihre volle Höhe erreichen. Sie sind meist bandartig angeordnet. Hecken sind von Menschenhand erschaffen worden. Sie verdanken ihre Erstehung:
-der Duldung auf nicht bewirtschafteten Flächen -der Förderung auf Ödlandflächen, Lesesteinwällen oder Ackerrainen -der Anpflanzung zur Erfüllung bestimmter Funktionen, wie Abgrenzung oder Windschutz.
Im Gegensatz dazu sind Feldgehölze meist kleinflächige Strauch- oder Baumbestände in der Feldmark, die aber meist als Waldbestände anzusehen sind. Hecken sind linienförmige Bänder aus Sträucher und
Bäumen die etwa 2-6 Meter hoch werden. Um Hecken zu erhalten müssen sie regelmäßig geschnitten werden. Circa alle 8-10Jahre werden sie auf Stock gesetzt. Das heißt, sie werden ungefähr 30 cm über
dem Erdboden abgeschnitten. Danach treiben die Sträucher wieder neu aus und werden immer dichter. Würde man dies nicht machen, würden die Sträucher nach einigen Jahren oben eine Krone bilden und
unten immer lichter werden.Sie werden aber nur nach und nach stellenweise zurückgeschnitten um die Tier-und Pflanzenwelt weiterhin Schutz zu bieten. Für Tiere wurden im Laufe der Jahrhunderte die Hecken
zu Lebensräume und Wanderwege. Die Hälfte aller heimischen Säugetiere, sämtliche Reptilien und ein Fünftel unserer heimischen Vogelwelt lebt in Hecken.7-10000 Tierarten insgesamt bevölkern diesen
Lebensraum aus zweiter Hand. Über 1000 verschiedene Pflanzenarten verleihen Hecken im Jahresgang ein Buntes und abwechslungsreiches aussehen. Die Entstehungsgeschichte der Hecke verrät viel über
ihre vielfältigen Funktionen. Ursprünglich diente sie als Feldgrenze und sicherte den Bauern ihren Besitz.. Hecken dienten als unverrückbare Grenzsteine. Hochwasser und Erdabtrag durch Regengüsse hielten
diese Flurgrenzen stand. Auch die Menschen nutzten Jahrhunderte lang den Reichtum der lebenden Zäune. Aus den faserigen Stängel machten sie rauhen Kleiderstoff. Aus den Blättern von Löwenzahn,
Vogelmiere oder Wiesenschaumkraut wurde Salat gemacht. Die Knoblauchrauke diente als Knoblauchersatz. Aus Hagebutte und Holunder wurden schmackhafte Getränke gemacht. Wunden und andere Gebrechen
wurden mit verschiedenen Heckenpflanzen behandelt und geheilt. Handwerker machten aus dem Holz der Heckensträucher Armstühle, Schränke, Rechen, Heugabeln, Besen und andere Werkzeuge.
Seit den sechziger Jahren fiel der grösste Teil der damaligen Hecken, der Flurbereinigung zum Ofper. Die Artenvielfalt der Tier- und Planzenwelt wurde durch diese Maßnahmen immer mehr zurückgedrängt.
Wenn man mal aus der Naturschutzperspektive überlegt, dass es in der Bundesrepublick ca.17 Millionen Gärten mit rund 6800 Quatratkilometer gibt und viele Gartenbesitzer mehr heimische Sträucher und Bäume
in ihren Gärten Planzen würden,wäre dem Naturschutz sehr geholfen. Hitparade der heimischen Vogelsträucher die in Hecken vorkommen Einige Beispiele:
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