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Der Eisvogel Ein fliegender Edelstein in unserer heimischen Vogelwelt
Ungewöhnlich farbenprächtig so stellt er sich da , sein bunt schillerndes Gefieder und der dolchartige Schnabel machen ihn zu einer unverwechselbaren Vogelgestalt in Mitteleuropa . Die Deutung des deutschen Namens
Eisvogel ist für den Laien etwas verwirrend , es hat nichts mit dem Eis als solchen zu tun . Es ist eine Abkürzung für Eisenvogel ! Sein Gefieder zeigt einen blauglänzenden Schimmer , wie er auch dem Eisen eigen sein kann .
Glück und etwas Geduld braucht der erfahrende Naturbeobachter im Stadtgebiet Gladbecks um diese farbenprächtige Naturerscheinung zu erblicken . In früheren Zeiten war er wohl recht zahlreich in der Natur
anzutreffen , aber die Zeiten haben sich aus der Sicht des Naturschutzes nicht zum positiven entwickelt . Das gilt natürlich auch für die Eisvogelbestände der Stadt Gladbeck , der letzte Brutnachweis ist aus dem Jahre
1978 verbrieft . Wo findet man in unserer Stadt noch naturnahe Bäche und saubere Teiche ? Wie soll er ein Nest bauen wenn keine lehmigen oder sandigen Steilufer in einer ausgeräumten Landschaft zu finden sind ?
So ist es kein Wunder das der Anblick eines Eisvogels in unseren Breiten zu ungewöhnlichen Reaktionen in der Öffentlichkeit führt ! Dem Laien ist diese heimische Vogelgestalt meistens unbekannt ! So außergewöhnlich
sein Erscheinungsbild , so ungewöhnlich ist auch sein Brutverhalten . In emsiger Arbeit wird die Brutröhre selbst an einem Steilufer eines Baches gegraben , die in einem backofenförmigen Nestkessel mündet . Die Brutzeit liegt
im April – Juli , bei guten Wetter und reichlicher Nahrung werden zwei Jahresbruten groß gezogen . Wobei die Gelege Größe bei 6-7 Eier liegt . Diese werden zirka 21 Tage bebrütet , beide Eltern brüten und füttern die
Jungen etwa 25 Tage im Nest und nur wenige Tage nach dem ausfliegen . Die Hauptnahrung der Eisvögel bestehen aus kleinen Fischen und Wasserinsekten . Die Zukunft der Eisvögel ist ungewiß ! Veränderungen in
seinen heimischen Lebensräumen wie Bachbegradigungen , Wasserverschmutzung und der Erholungsdruck auf ie letzten Eisvogel Biotope lassen leider einen Naturschützer vom Realisten zum Pessimisten werden . Michael Korn
Foto:Karl-Heinz Ochlast |